Greenwichpromenade



Die Greenwichpromenade führt vom Borsigdamm bis zur Tegeler Hafenbrücke, die wegen des früher zu entrichtenden Wegezolls von 5 Pfennigen - in Berlin "Sechser" genannt - im Volksmund bis heute den Namen Sechserbrücke trägt.

War der Uferstreifen noch um 1900 nichts weiter als eine schmale Viehweide, entwickelte er sich nach dem Umbau zu einer Uferpromenade schnell zu einem der attraktivsten Berliner Ausflugsziele. An schönen Wochenenden und Feiertagen flanierten hier bereits Anfang des letzten Jahrhunderts Tausende von Erholungssuchenden. Restaurants wie das Tusculum oder der Seepavillon waren klangvolle Namen in den Ohren der Berliner Ausflügler. Am südlichen Ufer lockte das „Seebad Ostende" mit Badeanstalt und Gaststätte. An der Sechserbrücke gab es ein zweites Freibad, wo noch bis 1936 gebadet wurde. Von der Dampferanlegestelle konnte man mit dem Schiff Tegelort, Heiligensee und Spandau erreichen.

Die frühere Uferpromenade wurde 1966 anlässlich der Städtepartnerschaft mit dem Londoner Bezirk Greenwich in Greenwichpromenade umbenannt.

 



In Fortführung dieser langen Tradition war und ist die Greenwichpromenade eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner und das touristische Zentrum Reinickendorfs.

Zahlreiche Reedereien bieten Rundfahrten an. Fahrten nach Oranienburg, in die Berliner Innenstadt oder über Spandau und Wannsee zur Pfaueninsel, nach Potsdam und Werder ergänzen das Angebot. Die Promenade ist ein beliebter Ausgangspunkt für Spaziergänge und längere Wanderungen, nicht zuletzt wegen der guten Erreichbarkeit - der U-Bahnhof Alt-Tegel ist nur wenige hundert Meter entfernt. Besonders Familien schätzen die Promenade sehr, denn wer will, kann spazierengehen, rudern oder Tretboot fahren, sich beim Minigolf entspannen oder in einem Restaurant dem Treiben zuschauen.