Borsigtor und Borsigturm

Das 1898 fertig gestellte, heute denkmalgeschützte Werktor zum ehemaligen Betriebsgelände der Borsigwerke entwickelte sich schnell zum markanten Erkennungszeichen des Firmensitzes. Mit den massiven Rundtürmen aus Backstein und dem zinnenbekrönten Torbogen erscheint es heute wie ein mittelalterlicher Festungseingang. Einen Rundgang durch den neu erbauten Gewerbepark mit Freizeit- und Einkaufszentrum startet man am besten an dem seitlich gelegenen Flügel, wo sich jetzt der U- Bahnhof- Eingang “Borsigwerke“ befindet. Ebenfalls unter Denkmalschutz wurde das 1922 bis 1924 erbaute Verwaltungshochhaus gestellt.

Der Borsigturm, wie das Gebäude im Volksmund genannt wird, ist das erste Hochhaus Berlins. Der 65 Meter hohe Turm hat 12 Stockwerke und war ursprünglich als Zweckbau ohne dekorative Elemente geplant. Er sollte nicht repräsentative Bedürfnisse befriedigen, sondern eine Lösung für den Platzmangel auf dem Werksgelände bieten. Doch der Architekt setzte durch die hervortretenden Gesimsbänder, die jeweils drei Geschosse zusammenfassen, einen künstlerischen Akzent. Die alten und neuen Gebäude des „Zentrum am Borsigturm“ bilden einen sehr reizvollen architektonischen Kontrast.